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		<title>Maria Klein-Schmeink | Mitglied des Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen</title>
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		<description>Aktuelles von Maria Klein-Schmeink</description>
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			<title>Maria Klein-Schmeink | Mitglied des Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 18 May 2012 13:11:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Beschäftigte in der Gesundheits- und Krankenpflege mehr wertschätzen!</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/beschaeftigte-in-der-gesundheits-und-krankenpflege-mehr-wertschaetzen.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=0b290a53ea62483df53a39ae7d430843</link>
			<description>Nach einem Besuch in der &quot;Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard&quot; in Münster-Hiltrup fasst die Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Prävention und Patientenrechte Maria Klein-Schmeink, ihre Eindrücke nach der Diskussion mit Schulleitung, den Auszubildenden und LehrerInnen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nach einem Besuch in der &quot;Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard&quot; in Münster-Hiltrup fasst die Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Prävention und Patientenrechte Maria Klein-Schmeink, ihre Eindrücke nach der Diskussion mit Schulleitung, den Auszubildenden und LehrerInnen zusammen: &quot;Wir müssen den Beschäftigten in der Krankpflege mehr Wertschätzung zukommen lassen, denn Krankenhausbehandlung ohne qualifizierte Pflege geht an den Menschen vorbei. Die Bedingungen in der Krankenpflege sind heute leider nicht so, dass junge Menschen diesen Beruf dauerhaft ausüben wollen. Mich hat der Hinweis einer Schülerin sehr betroffen gemacht, als sie deutlich machte, dass sie die praktische Tätigkeit sehr schätzt, sich aber nicht vorstellen kann, aufgrund der Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag lange in diesem Beruf zu arbeiten zu können. Qualität in der Krankenpflege, Empathie und Zeit für die Patientinnen und Patienten sind in der stationären Behandlung nicht wegzudenken sondern maßgeblich für den Heilungsprozess. Die Arbeitsbedingungen müssen genügend Zeit für die persönliche Zuwendung lassen. Zudem wird man künftig nur Nachwuchs gewinnen können, wenn die Arbeitsbedingungen familienfreundlich gestaltet werden und die Arbeitsverdichtung zurückgenommen wird. Als Sprecherin für Prävention ist mir zudem die Ausgestaltung alternsgerechter Arbeitsplätze wichtig, denn die Wenigsten können sich heute vorstellen bis zur Rente im Krankenhaus zu arbeiten. Es ist absurd einen solchen Zukunftsberuf so unattraktiv und belastend auszugestalten. Diese schlechten Bedingungen für die Pflege sind Folge der Umstellung der Krankenhausfinanzierung auf Fallpauschalen, aber auch Folge einseitiger, außerordentlicher Sparauflagen durch die Bundespolitik bei den Krankenhäusern. In der Krankenpflege ist deshalb nach Jahren mit Arbeitsverdichtung und Personalabbau das Ende der Fahnenstange erreicht. Gute Krankenpflege fördert den Heilungsprozess und kann nur mit zufriedenem, motivierten und genügenden Mitarbeitern in der Pflege gelingen. Hier sind Politik und die Krankenhausträger gleichermaßen gefragt.&quot; Die Schülerinnen und Schüler überreichten Frau Klein-Schmeink abschließend einen Brief mit 60 Unterschriften in dem sie um Unterstützung ihrer Forderungen baten. Insbesondere geht es dabei um eine verbesserte Pflegekraft-Patienten-Relation, Entlastung von pflegefremden Aufgaben, klare Aufgabenabgrenzung und Verantwortungskompetenz in der Pflege sowie die Einrichtung einer Pflegekammer als berufsständische Vertretung. An der Zentralschule werden zur Zeit rund 315 Schülerinnen und Schüler zum Gesundheits- und Krankenpfleger ausgebildet, seit 2012 befinden sich 25 Schülerinnen in Teilzeitausbildung, einem Projekt, das es bundesweit nur selten gibt. Die Ausbildung findet in Kooperation mit Kliniken in Münster und dem Münsterland statt. Es werden auch Kinderkrankenpflegekräfte ausgebildet und in Zusammenarbeit mit der Mathias-Hochschule in Rheine besteht die Möglichkeit des Bachelor Studiengangs Pflege.
Die Pressemitteilung im <link data/user/PDF-Dokumente/2012_05_18_PM_Besuch_Zentralschule-f-Gesundheitsberufe.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">PDF-Format </link>
Das <link data/user/PDF-Dokumente/2012_05_Schreiben_der_Sch%C3%BClerInnen_der_ZfG.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">Schreiben der SchülerInnen im PDF-Format</link>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Gesundheit</category>
			<category>Münster und Münsterland</category>
			<category>Prävention</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 May 2012 13:11:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Vorstand des Kuratoriums Sport und Natur gewählt</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/vorstand-des-kuratoriums-sport-und-natur-gewaehlt.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=a8aff859b8fc2c2d80301d3cb2ad3368</link>
			<description>Maria Klein-Schmeink MdB wurde in den Vorstand des   Kuratoriums Sport und Natur gewählt. Dieses wurde vor 19 Jahren   gegründet und ist die größte Interessensvertretung im Bereich des   Natursports in Deutschland. Alle 19 Mitgliedsverbände des Kuratoriums   sind nicht nur dem...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Maria Klein-Schmeink MdB wurde in den Vorstand des   Kuratoriums Sport und Natur gewählt. Dieses wurde vor 19 Jahren   gegründet und ist die größte Interessensvertretung im Bereich des   Natursports in Deutschland. Alle 19 Mitgliedsverbände des Kuratoriums   sind nicht nur dem landschaftsverträglichen Sport (Wandern, Radfahren,   Kanufahren, Klettern uvm.) verpflichtet, sondern engagieren sich auch im   Umwelt- und Klimaschutz.
Weitere Informationen zum Kuratorium <link http://www.kuratorium-sport-natur.de/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">hier</link>]]></content:encoded>
			<category>News</category>
			<category>Sport</category>
			<category>Umwelt</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Individuelle Gesundheitsleistungen</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/individuelle-gesundheitsleistungen.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=aa6315cb7d9cbeea4df2d5933843a317</link>
			<description>In ihrer Rede kritisiert Maria Klein-Schmeink die steigende Zahl der individuellen Gesundheitsleistungen und die Tatsache, dass bei der Hälfte der Fälle keine schriftliche Aufklärung erfolgt. Die Bundesregierung hingegen sieht keinen Handlungsbedarf.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<link http://www.bundestag.de/Mediathek/parlamentstv/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&action=search&contentArea=details&id=1693181&offsetStart=0&parentId=1693165&&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&legislativePeriod=17&conference=178&mask=search&&destination=search - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Video zur Rede</link>
<link http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&action=search&contentArea=details&ids=1693165&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&destination=search&mask=search - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Video zur gesamten Debatte</link>

Maria Klein-Schmeink <span style="font-size:10.0pt; font-weight:normal">(BÜNDNIS&nbsp;90/DIE GRÜNEN):</span>
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wie schon häufiger haben wir hier eine Diskussion mit zwei ideologischen Lagern. Der einen Seite wird unterstellt, Staatsmedizin zu befürworten. Auf der anderen Seite ist der Wettbewerb, die Freiheit und das Vertrauen in die Ärzteschaft, das System und die Leistungserbringer.
(Gabriele Molitor [FDP]: Genau! Das Zweite ist richtig!)
Beide Seiten lassen eines vermissen, nämlich die Mitte: den Patienten, Patientenorientierung und Patientenschutz.
In dieser Debatte hat sich wieder gezeigt, dass es sehr selten gelingt, differenziert auf ein Problem einzugehen.
Wir haben durchaus ein Problem, nämlich dass die Zahl der IGeL-Leistungen tatsächlich ansteigt. 60 Prozent aller Augenarztpatienten wird eine IGeL-Leistung angeboten, in der Regel die Glaukomuntersuchung. Das betrifft regelmäßig ältere Menschen, die sich kaum in der Lage sehen, dieses Angebot angemessen einzuschätzen.<span style="color:red"> </span>Auch beim Frauenarzt wird 50&nbsp;Prozent der Patientinnen eine Vaginaluntersuchung mittels Ultraschall als IGeL-Leistung angeboten. Es werden auch in anderen Bereichen, zum Beispiel in der Schwangerenvorsorge, IGeL-Leistungen angeboten, deren Notwendigkeit für die Betroffenen sehr schwer einzuschätzen ist. Wir haben also ein Informationsproblem.
Wir haben gleichzeitig das Problem, dass sich die Ärzteschaft deutliche Regeln, einen Verhaltenskodex gegeben hat. Wir wissen aber aus mehreren Untersuchungen – nicht nur vom WIdO, sondern auch von anderen, von der Ärzteschaft veranlassten Untersuchungen –, dass diese Verhaltensregeln sehr häufig nicht eingehalten werden. In knapp 50&nbsp;Prozent der Fälle erfolgt zum Beispiel keine schriftliche Aufklärung, dabei ist ein schriftlicher Behandlungsvertrag gemäß Bundesmantelvertrag vorgeschrieben. Solche Zahlen muss man ernst nehmen.
(Mechthild Rawert [SPD]: Deswegen gibt es unseren Antrag!)
Ich meine schon, dass es uns allen hier in diesem Raum gut anstünde, diese Vorgänge ernst zu nehmen. Sie machen zwei Dinge. Zum einen überfordern Sie den Patienten, und zum anderen erschüttern Sie das Selbstverständnis des Heilberufes und führen ihn immer näher heran an das Selbstverständnis eines Gewerbetreibenden. Wir Politiker haben die Sorgfaltspflicht und stehen in der Verantwortung, diese Scheidelinie sehr klar zu ziehen und die Ärzteschaft zu unterstützen, diese Abgrenzung sauber zu treffen.
(Beifall beim BÜNDNIS&nbsp;90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD – Mechthild Rawert [SPD]: Das ist jetzt das Klatschen für die Existenz des Antrages!)
Als die Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen vorlagen, habe ich bei der Bundesregierung angefragt: Was machen Sie denn jetzt mit den Ergebnissen aus den Umfragen? Die Antwort war: Wir sehen keinen Handlungsbedarf, es ist Aufgabe der Selbstverwaltung, tätig zu werden. – Wenn ich die Patientenrechte und den Patientenschutz wirklich ernst nehme, meinen Sie nicht, dass es besser wäre, zu sagen: Wir sehen da ein Problem und überlegen, wie wir mit den Selbstverwaltungspartnern zu Lösungen kommen? Wäre das nicht vielleicht die angemessene Antwort gewesen? Ich habe die Antwort im November erhalten. Es hieß: kein Handlungsbedarf.
(Harald Weinberg [DIE LINKE]: Hört! Hört!)
<p style="line-height:10.0pt">Wir haben eben gehört, das Ganze hat sehr viel mit Aufklärung und Information im Rahmen des Behandlungsvertrags zu tun. Es steht jetzt an, entsprechende Vorschriften im Patientenrechtegesetz zu regeln. Sie haben uns einen Referentenentwurf vorgelegt, der zwischen dem Justizministerium – FDP-geführt –, dem -Gesundheitsministerium – FDP-geführt – und dem Patientenbeauftragten Herrn Zöller abgestimmt wurde. Darin sind Vorschläge enthalten, wie der Behandlungsvertrag gestaltet sein soll.</p>
<p style="line-height:10.0pt">(Gabriele Molitor [FDP]: Es passiert doch was!)</p>
<p style="line-height: 10pt; ">Sie haben Vorschläge gemacht, wie mit Information und Aufklärung im Behandlungsvertrag umgegangen werden soll. Was steht dort? Es müssen lediglich die Kosten für die Behandlung vereinbart werden. In der Begründung haben Sie dann ausgeführt, alles weitere wäre Aufgabe des Patienten, von dem man schon erwarten könne, dass er zur Krankenkasse geht und sich erkundigt, ob die Kosten übernommen werden oder nicht. Das sind nicht wirklich Schutzvorschriften, das sind auch keine Aufklärungsvorschriften, die Sie für den Behandlungsvertrag vorgesehen haben.  </p>
<p style="line-height:10.0pt">Das fällt sogar hinter die Formulierungen im Bundesmantelvertrag zurück. So kann die Ausgestaltung des Patientenrechts nicht aussehen.</p>
<p style="line-height:10.0pt">(Beifall beim BÜNDNIS&nbsp;90/DIE GRÜNEN – Mechthild Rawert [SPD]: Es reicht nicht, Patienten zu mündigen Vertragspartnern zu machen!)</p>
<p style="line-height:10.0pt">Frau Molitor, Sie haben sehr stark darauf abgehoben, dass Sie sich um das Wunsch- und Wahlrecht kümmern, aber es geht nicht nur um Wunsch- und Wahlrecht in abstrakter Form, sondern es geht darum, dass ich nur als informierter Patient tatsächlich die Chance habe, eine gute Wahl zu treffen, und genau das regeln Sie nämlich nicht. Dabei ist es unsere Aufgabe als Gesetzgeber, dafür zu sorgen, dass die Auflagen für Aufklärung, für Information, für den schriftlichen Behandlungsvertrag, für den Kostenvoranschlag und für die korrekte Rechnungsstellung tatsächlich eingehalten werden.</p>
<p style="line-height:10.0pt">(Gabriele Molitor [FDP]: Sie meinen, wenn alles geregelt ist, dann passiert das schon?)</p>
<p style="line-height:10.0pt">Es ist unsere Aufgabe, über Werbearbeit und Aufklärungsarbeit auf die Einhaltung hinzuwirken. Es ist auch wichtig, Mechanismen vorzusehen, die greifen, wenn die Vorschriften nicht eingehalten werden. Daran werden wir Sie messen.</p>
<p style="line-height:10.0pt">Herr Rüddel, Sie haben eine schöne Liste vorgelegt. Ich bin gespannt, wie das hinterher im Patientenrechtegesetz tatsächlich stehen wird. Der jetzige Vorschlag jedenfalls enthält alle die Aspekte, die Sie gerade betont haben, nicht.</p>
<p style="line-height:10.0pt">Ich gebe gerne zu, dass die SPD ein Stück über das Ziel hinausgeschossen ist. Alltagsferne und Patientengerechtigkeit werden darin vermischt, was keine gute Sache ist.</p>
<p style="line-height:10.0pt">(Gabriele Molitor [FDP]: Der einzig gute Punkt in der Rede! – Mechthild Rawert [SPD]: „Alltagsferne“ lasse ich mir von Ihnen nicht vorwerfen!)</p>
<p style="line-height:10.0pt">Ich denke, in den Anhörungen werden wir erfahren, wie adäquatere Vorschläge aussehen können. Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum wir den Vorschlag der Ärzteschaft, eine Positiv- und eine Negativliste der IGeL aufzulegen, nicht aufgreifen.</p>
<p style="line-height:10.0pt">Herzlichen Dank.</p>
<p style="line-height: 10pt; "> </p>
<p style="line-height:10.0pt">(Beifall beim BÜNDNIS&nbsp;90/DIE GRÜNEN)</p>
<p style="line-height: 10pt; ">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Rede</category>
			<category>Gesundheit</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 11 May 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schriftliche Fragen April 2012</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/schriftliche-fragen-april-2012-1.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=e545dec55d8586a81618fc1c1febda4d</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
			<category>Schriftliche Frage</category>
			<category>Gesundheit</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 May 2012 13:06:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bundesregierung ignoriert Geschlechterunterschiede bei der Arbeitsbelastung</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/bundesregierung-ignoriert-geschlechterunterschiede-bei-der-arbeitsbelastung.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=6fee5179fc6724dea36b791f8530808c</link>
			<description>Zur Antwort der Bundesregierung auf unsere kleine  Anfrage zur Geschlechterperspektive in der betrieblichen  Gesundheitsförderung erklären Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Prävention und Patientenrechte, und Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte: 
Wir fordern die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zur Antwort der Bundesregierung auf unsere kleine  Anfrage zur Geschlechterperspektive in der betrieblichen  Gesundheitsförderung erklären Maria&nbsp;Klein-Schmeink, Sprecherin für Prävention und Patientenrechte, und Beate&nbsp;Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte: 
Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre  Wissenslücken bezüglich der Geschlechterunterschiede bei der  Arbeitsbelastung zu schließen. Sie muss einen Arbeitskreis für  geschlechtergerechten Arbeitsschutz einrichten und Initiativen zur  Förderung geschlechtergerechter Maßnahmen in der betrieblichen  Gesundheitsförderung ergreifen.  
Nach zweieinhalb Jahren ist die Bilanz des  Bundesministeriums für Gesundheit mehr als traurig. Schon zu Zeiten von  Minister Rösler machte das Ministerium vollmundige Ankündigungen für  mehr Gesundheitsförderung und Prävention. Die Verschleppungs- und  Hinhaltetaktik ist ein echtes Ärgernis und eine herbe Enttäuschung für  alle, die sich mehr versprochen haben. 
Obwohl ihre vorgelegten Daten ganz eindeutig  geschlechtsspezifische Unterschiede in der Arbeitsbelastung und bei den  gesundheitlichen Beschwerden von Frauen und Männern nachweisen, sieht  die Bundesregierung „keine konkreten Gestaltungsmöglichkeiten für die  Berücksichtigung des Geschlechts und der unterschiedlichen  Rollenverständnisse in der Arbeitswelt“.  
Die Einrichtung eines thematischen Arbeitskreises  sei demnach „verfrüht“, schreibt die Bundesregierung. Die Aussage ist  ein Hohn für die vielen prekär beschäftigten Frauen, die tagtäglich  schlechte Arbeitsbedingungen hinnehmen müssen. Ihre Arbeitsbelastung und  gesundheitlichen Beschwerden sind nicht auf die höhere Sensibilität der  Frauen für ihre Gesundheit oder die Probleme mit der Vereinbarkeit von  Familie und Beruf zurückzuführen. 
Die Bundesregierung muss ihre Hausaufgaben machen  und die Wissenslücken schließen: Sie hat keine Erkenntnisse zur  Arbeitsbelastung im Hotel- und Gaststättengewerbe, keine repräsentativen  Zahlen zur Sicherheit und Gesundheit in Call Centern, keine  Erkenntnisse zu Belastungen durch Überstunden im Pflegebereich. Einen  Forschungsbedarf sieht die Bundesregierung dennoch nicht. Das finden wir  äußerst bedenklich. 
[<link data/user/PDF-Dokumente/Kleine_Anfrage_17_9238_-_Antwort_01.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">Antwort der Bundesregierung</link>]
[<link data/user/PDF-Dokumente/Auswertung_KA_Geschlechterperspektive_f%C3%BCr_die_betriebliche_Gesundheitsf%C3%B6rderung_01.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">Ausführliche Auswertung lesen</link>]]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Gesundheit</category>
			<category>Prävention</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 08 May 2012 12:49:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/gesundheitsfoerderung-bei-arbeitslosen.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=2d8068970ac945799a2b5288e0885141</link>
			<description>Der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ legte zum 17. Kongress Armut und Gesundheit am 09./10.03.2012 ein Eckpunktepapier zur Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen vor, das Möglichkeiten einer besseren Verzahnung von Gesundheitsförderung und Beschäftigungsförderung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size:10.0pt; line-height:115%; font-family:&quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ legte zum 17. Kongress Armut und Gesundheit am 09./10.03.2012 ein Eckpunktepapier zur Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen vor, das Möglichkeiten einer besseren Verzahnung von Gesundheitsförderung und Beschäftigungsförderung aufzeigt. Im gleichzeitig veröffentlichten Präventionsbericht 2011 des GKV-Spitzenverbandes zum Berichtsjahr 2010 wurde erstmals nach der Zielgruppe der Arbeitslosen gefragt. Insgesamt vier Prozent der Setting-Angebote der Krankenkassen wendeten sich an die Zielgruppe der Arbeitslosen. Die Bundesregierung hat seit langem eine Präventionsstrategie angekündigt. Initiativen zur Stärkung der Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen hat sie bisher jedoch weder angekündigt noch vorgelegt. Wir haben nachgehakt.</span>
[<link http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/094/1709491.pdf - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Kleine Anfrage lesen</link>]]]></content:encoded>
			<category>Kleine Anfrage</category>
			<category>Gesundheit</category>
			<category>Prävention</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 12:03:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Pressemitteilung: Grüne Bundestagsabgeordnete vertieft Dialog mit dem Reha-Verein in Lengerich</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/pressemitteilung-gruene-bundestagsabgeordnete-vertieft-dialog-mit-dem-reha-verein-in-lengerich.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=ec44b87de9b16aee7c82eaefa9618b2e</link>
			<description>Nach einem Besuch im Vorjahr, bei dem der Austausch mit KlientInnen im Vordergrund gestanden hatte, besuchte die grüne Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink zusammen mit Vertreterinnen aus der Kreistags- und Ratsfraktion und dem grünen Landtagskandidaten Ferdinand Blanke in dieser Woche erneut...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nach einem Besuch im Vorjahr, bei dem der Austausch mit KlientInnen im Vordergrund gestanden hatte, besuchte die grüne Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink zusammen mit Vertreterinnen aus der Kreistags- und Ratsfraktion und dem grünen Landtagskandidaten Ferdinand Blanke in dieser Woche erneut den Lengericher Reha-Verein. In einem Gespräch mit Vorstand, Geschäftsführung und Mitarbeitern wurden aktuelle Entwicklungen und Bedarfe der gemeindenahen, sozialpsychiatrischen Versorgung diskutiert.  Klaus Hahn, Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Vereins, skizzierte dessen Geschichte und Arbeitsfelder. Problematisch sei immer wieder die sichere und dauerhafte Finanzierung von Angeboten, machte Hahn deutlich. Nach Förderkürzungen für die Kontakt- und Beratungsstelle und den Zuverdienst im letzten Jahr hoffe der Verein nun, dass der Kreis zukünftig die Kosten für die Nutzung von Krisenwohnplätzen durch Hilfesuchende übernehme. Hier halte der Reha-Verein bislang zwei Wohnungen vor, was dem Bedarf in keiner Weise gerecht werde. Geplant seien daher vier neue Plätze, um diesen wichtigen Baustein der ambulanten Krisenintervention sicher zu stellen.  Die Finanzierungsproblematik werfe auch ein Licht darauf, dass, anders als in vielen anderen europäischen Ländern, in Deutschland immer noch die stationäre Versorgung im Vordergrund stünde. Dies müsse sich zukünftig weiter zugunsten des ambulanten Sektors verändern, um Menschen in psychischen Krisen unkomplizierte und flexible Hilfen zur Verfügung stellen zu können. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern hätten gezeigt, dass durch solche passgenauen frühen Hilfen Klinikaufenthalte und schwere Krankheitsverläufe verhindert werden könnten.  Dieser Apell traf bei Klein-Schmeink auf offene Ohren. Die grüne Gesundheitsexpertin betonte, dass eine Kooperation regionaler Leistungserbringer im Rahmen einer integrierten psychiatrischen Versorgung wünschenswert sei. Sie versprach, dass sich die Bundestagsfraktion weiter dafür einsetzen werde, psychisch erkrankten Menschen erforderliche Hilfen möglichst ambulant und dauerhaft in ihrem sozialen Umfeld zur Verfügung zu stellen.  
<link data/user/PDF-Dokumente/2012_05_03_Lengerich_Pressebericht_Besuch_Reha-Verein.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">Die Pressemitteilung der Grünen Lengerich im PDF-Format</link> ]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Gesundheit</category>
			<category>Münster und Münsterland</category>
			<category>Psychische Gesundheit</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 03 May 2012 10:54:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>25 Jahre Ottawa – Was sagt uns die Charta heute?</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/25-jahre-ottawa-was-sagt-uns-die-charta-heute.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=c044e32cbcb88a5fc31db22c442341f9</link>
			<description>Gesundheitsförderung zielt im Sinne der Ottawa Charta auf einen Prozess, Menschen eine größere Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie somit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Gesundheitsförderndes Handeln ist auf Chancengleichheit gerichtet und will bestehende soziale...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:12.0pt; text-autospace:none"><span style="font-family:Arial">Gesundheitsförderung zielt im Sinne der Ottawa Charta auf einen Prozess, Menschen eine größere Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie somit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Gesundheitsförderndes Handeln ist auf Chancengleichheit gerichtet und will bestehende soziale Unterschiede des gesundheitlichen Wohlbefindens verringern. Gesundheitsförderung ist deshalb nicht allein Aufgabe des Gesundheitssektors, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.</span></p>
<p style="margin-bottom:12.0pt; text-autospace:none"><span style="font-family:Arial">Diese Vision der Ottawa Charta ist leider noch weit von der Umsetzung entfernt. Denn eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik zu etablieren ist eine große Mission. Das Problem ist die zerklüftete Landschaft im deutschen Gesundheitswesen. Eine verbindliche Koordinierung&nbsp; zwischen Bund, Ländern und Kommunen gibt es nicht. Alle Ansätze laufen oft fest wegen mangelndem Zusammenwirken. Zudem gibt es keine dauerhaften Gelder, weshalb viele gute Projekte als Modellprojekte nach zwei Jahren bereits wieder auslaufen. Dies kennzeichnet die Lage in den Kommunen. Praktisch wird in der Bundespolitik nicht eingelöst, was vollmundig betont wird: Gesundheitsförderung und Prävention in allen Lebenswelten zu verwirklichen.</span></p>
<p style="margin-bottom:12.0pt; text-autospace:none"><span style="font-family:Arial">Prävention wirkt: dies bestätigten die vielen vorgestellten Studien und Praxisbeispiele dieses 17. Kongresses Armut und Gesundheit. Doch die Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte bewegt sich nur im Schneckentempo voran. Die Zielgruppen, die Prävention und Gesundheitsförderung am dringendsten benötigen, werden kaum erreicht. Nur vier Prozent der zielgruppenspezifischen Maßnahmen der gesetzlichen Krankenkassen richten sich beispielsweise direkt an Arbeitslose – dies zeigte der gerade erst vorgelegte Präventionsbericht 2011 des GKV-Spitzenverbandes, in dem erstmalig nach Arbeitslosen gefragt wurde. Seit schwarz-gelb regiert, geben die Krankenkassen immer weniger für Gesundheitsförderung und Prävention aus: im Jahr 2010 waren es wiederum 11 Millionen weniger als 2009 und im Vergleich zu 2008 drosselten die Kassen ihr Engagement sogar um 40 Millionen. Es verbleiben 300 Millionen Euro, von denen 80 Prozent in individuelle Präventionskurse fließen, die vor allem dem Wettbewerb der Kassen dienen. Im Vergleich zu den Gesamtausgaben der Kassen 2010 von 175,7 Milliarden macht das weniger als 0,2 Prozent aus. Da tröstet es wenig, dass die Ausgaben für Angebote in den direkten Lebenswelten, in den Kitas, Schulen, Stadtteilen und Betrieben ein wenig gesteigert wurden. Schlimmer noch: die Bundesregierung verschleppt ihre bereits im Koalitionsvertrag angekündigte Präventionsstrategie seit Jahren. Auf Nachfrage heißt es lapidar: noch in dieser Legislatur werde sie vorgelegt. Konkrete Pläne werden nicht vorgestellt. Dabei wird die Koalition nicht müde, ein Gesetz weiterhin strikt abzulehnen. Diese Hinauszögerungstaktik wird dafür sorgen, dass die Schere bei der gesundheitlichen Chancengleichheit weiter auseinandergeht.</span></p>
<span style="font-family:Arial">Wenn wir verhindern wollen, dass die Frage eines langen gesunden Lebens nicht zuletzt eine Frage des Geldes ist, dann dürfen wir nicht bequem darauf verweisen, der Wettbewerb der guten Ideen werde es schon richten. Studien zeigen immer wieder, dass sich die Gesundheitsrisiken bereits bei Kindern und Jugendlichen auf die 20 Prozent konzentrieren, die aus sozial benachteiligten Familien oder Familien mit Migrationshintergrund kommen. Sie haben eine deutlich verkürzte Lebenserwartung und auch weniger gesunde Lebensjahre zu erwarten, gehen seltener zum Arzt und haben mehr unter zunehmenden Kosten oder Leistungskürzungen zu leiden. Wir brauchen deshalb keine wirkungslosen Kampagnen und noch mehr Individualprävention für die, die sich die Zuzahlungen leisten können und wollen, sondern Gesundheitsförderung in Settings vor Ort, wo die Menschen leben, lernen, arbeiten und wohnen. Dazu brauchen wir ein Gesetz für Gesundheitsförderung und Prävention, das die Zuständigkeiten von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungsträgern klar regelt und eine verbindliche Finanzierung schafft sowie eine nationale Strategie mit dem Schwerpunkt Gesundheit und soziale Lage, die eine Reorganisation der Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen, eine Ausweitung der betrieblichen Gesundheitsförderung, eine Verzahnung von Gesundheitsförderung und Arbeitsförderung und ein Handlungsprogramm für Gesundheitsförderung und Prävention im Alter beinhaltet. Und vor allem brauchen wir eine gute Zusammenarbeit der Träger und Vereine vor Ort. Denn Gesundheitsförderung findet in den Kommunen statt.&nbsp;</span>]]></content:encoded>
			<category>Artikel</category>
			<category>Gesundheit</category>
			<category>Prävention</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 12:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Präventionsstrategie: notwendiger Paradigmenwechsel bleibt aus</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/praevention-und-patientenrechte-notwendiger-paradigmenwechsel-bleibt-aus.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=60fe59541c931a4700924f4a3cb8c1ab</link>
			<description>Zu den Plänen der Unionsarbeitsgruppe für eine Präventionsstrategie erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Prävention und Patientenrechte:
Die Beschlüsse sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die  Unionspolitiker die Verschleppungstaktik des Gesundheitsministers nicht  mehr hinnehmen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zu den Plänen der Unionsarbeitsgruppe für eine Präventionsstrategie erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Prävention und Patientenrechte:
Die Beschlüsse sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die  Unionspolitiker die Verschleppungstaktik des Gesundheitsministers nicht  mehr hinnehmen wollen. Denn die Fakten sprechen eine klare Sprache:  Unter Schwarz-Gelb sind die ohnehin nur marginalen Präventionsausgaben  der Krankenkassen gesunken. 165 Milliarden Gesundheitsausgaben stehen  Aufwendungen von 300 Millionen für die Primärprävention gegenüber. Es  wäre deshalb zu begrüßen, wenn nun endlich Bewegung in die  Präventionspolitik der Bundesregierung kommen würde.
Die Unionspläne bleiben halbherzig und sind ohne soziale Ambition.  Ein Präventionsrat und nationale Präventionspläne bleiben blutleer, wenn  sie nicht mit klar definierten und finanziell unterlegten  Rahmenbedingungen und Vereinbarungen verbunden sind. Die so wichtige  Frage der sozialen Benachteiligung wird flugs als Querschnittsaufgabe  definiert ohne zu benennen, wer was und in welchem Zeitraum tut.
Was fehlt ist Kontinuität, Verbindlichkeit und Zielgenauigkeit.  Bonusprogramme und Beitragsrückerstattung bleiben weiterhin die einzig  konkret benannten finanziellen Instrumente, obwohl fachlich nachgewiesen  ist, dass von ihnen nur die ohnehin Gesundheitsbewußten profitieren.  Die Union verschiebt die Verantwortung für konkretes Handeln auf die  Kommunen und Länder, ohne zu sagen, wie diese das finanzieren sollen.  Nationale Strategien zur Prävention von Volkskrankheiten funktionieren  aber nur mit einem handlungsfähigen Unterbau. Dazu brauchen wir einen  gesetzlichen Rahmen, der gesamtgesellschaftlich die Aufgaben von Bund,  Ländern, Kommunen und Sozialversicherungsträgern festlegt und finanziell  unterlegt.
Wir wollen mit dem Präventionsgesetz die lebensweltbezogene  Gesundheitsförderung und Prävention insbesondere in den Kommunen auf  eine eigenständige Basis stellen und durch eine regionale Bündelung und  Vergabe der Mittel finanziell absichern.
[<link data/user/PDF-Dokumente/Bewertung_des_Positionspapiers_der_Union_f%C3%BCr_eine_Pr%C3%A4ventionsstrategie.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">Ausführliche Stellungnahme zum Positionspapier der Union für eine Präventionsstrategie lesen</link>]]]></content:encoded>
			<category>Stellungnahme</category>
			<category>Gesundheit</category>
			<category>Prävention</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 18:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zusatzbeiträge aufheben, Überschüsse für Abschaffung der Praxisgebühr nutzen</title>
			<link>http://p125464.mittwaldserver.info/news-einzelansicht/article/praxisgebueh-abschaffen-hausaerztinnen-und-hausaerzte-staerken.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=29&#38;cHash=74888424ae01a44237a70cc384d7984c</link>
			<description>In ihrer Rede kritisiert Maria Klein-Schmeink die Instrumentalisierung der Forderung der Abschaffung der Praxisgebühr durch die FDP in Wahlkampfzeiten bei gleichzeitiger Ignoranz der vorliegenden Oppositionsanträge.</description>
			<content:encoded><![CDATA[[<link http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&action=search&contentArea=details&ids=1672880&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&destination=search&mask=search - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Video zur Rede</link>]

Vizepräsidentin Petra Pau: 
Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat nun die Kollegin Maria Klein-Schmeink das Wort.
Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): 
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!  Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute an dieser Stelle über Szenen  einer Ehe rede statt über ein ganz klares Anliegen: über Praxisgebühr,  Zuzahlung und Zusatzbeiträge. 
<div class="plenProtK">(Heiterkeit und Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der SPD und der LINKE)</div>
Das ist heute das Thema. Dazu sind drei  verschiedene Anträge gestellt worden. Den Antrag der Linken gab es  tatsächlich schon vor der Osterpause. In diesem geht es um die  Abschaffung der Praxisgebühr. Sie hätten jederzeit die Möglichkeit  gehabt, der Diskussion dieser Forderung im Ausschuss tatsächlich einen  angemessenen Rahmen zu geben. 
<div class="plenProtK">(Klaus Ernst (DIE LINKE): So ist es!)</div>
Weder vor den Osterferien noch in dieser Woche ist  er diskutiert worden. Dabei haben Sie gesagt, Sie wollten diesem  Anliegen einen Raum verschaffen. Es war nicht einmal eine Diskussion  möglich. Er wurde von der Tagesordnung gestrichen. So viel zur  Seriosität, zur Redlichkeit, zur Verantwortlichkeit.
<div class="plenProtK">(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD und der LINKEN)</div>
Ich muss sagen: Wir haben ganz andere Anliegen. 
<div class="plenProtK">(Christine Aschenberg-Dugnus (FDP): Das denke ich mir!)</div>
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Dazu, dass Sie dann als Krönung der SPD und den  Grünen in NRW&nbsp;und in Schleswig-Holstein vorwerfen, sie würden dieses  Thema instrumentalisieren, sage ich Ihnen: Es ist ein legitimes  Anliegen, einem Thema, das in weiten Teilen der Gesellschaft debattiert  worden ist, zum Durchbruch zu verhelfen und zu verdeutlichen, dass Sie  dies auf der einen Seite zum Thema gemacht, aber auf der anderen Seite  Versprechungen gemacht haben, die Sie überhaupt nicht realisieren  wollen. Darum geht es.
<div class="plenProtK">(Klaus Ernst (DIE LINKE): Genau! -  Christine Aschenberg-Dugnus (FDP): Es geht nicht um die Tatsache, dass  es thematisiert wird, sondern von wem!)</div>
Das treibt auch die Kollegen von der Union auf die  Palme. Es geht darum, dass Sie eine Forderung erheben, die erstens dem  Koalitionsvertrag widerspricht und die sich zweitens in Ihrem  Wahlprogramm so nicht wiederfindet.
<div class="plenProtK">(Christine Aschenberg-Dugnus (FDP): Woher wissen Sie das denn?)</div>
Sie haben dort immer von einer unbürokratischen  Form der Selbstbeteiligung geredet. Sie haben aber nie die  Selbstbeteiligung an und für sich infrage gestellt. Es ging Ihnen immer  nur um den bürokratischen Aufwand, der damit verbunden war. Das noch  einmal zur Klarstellung.
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Dann führen Sie die Union vor und überlassen der Union die anderen Dinge, die in diesem Zusammenhang zu klären sind,
<div class="plenProtK">(Christine Aschenberg-Dugnus (FDP): Das tun wir nicht!)</div>
nämlich dafür sorgen, dass es für die Abschaffung  der Praxisgebühr eine entsprechende Gegenfinanzierung gibt. Das ist der  einzige Punkt, bei dem Jens Spahn vorhin recht hatte. 
<div class="plenProtK">(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)</div>
Natürlich muss man für eine Gegenfinanzierung sorgen, wenn man den Krankenkassen 2&nbsp;Milliarden Euro wegnimmt. 
<div class="plenProtK">(Jens Spahn (CDU/CSU): Und jetzt kommt die Bürgerversicherung, stimmt‘s?)</div>
-&nbsp;Ganz genau.
<div class="plenProtK">(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE  GRÜNEN - Heinz Lanfermann (FDP): Die Heilserwartung der  Bürgerversicherung! - Zurufe von der CDU/CSU: Ah!)</div>
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber es kommt noch mehr. Unser Antrag, der Ihnen  heute vorliegt, enthält drei Elemente: Wir haben Ihnen erstens geraten,  die Praxisgebühr abzuschaffen, zweitens haben wir Ihnen geraten, die  Zusatzbeiträge abzuschaffen, und drittens haben wir Ihnen geraten&nbsp;- als  wichtiges Element&nbsp;-, den Krankenkassen die Beitragsautonomie  zurückzugeben.
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das ist doch der wahre Knackpunkt in diesem  Spiel. Sie haben mit der Gesundheitsreform 2010 ein System geschaffen,  in dem für die Krankenversicherung zentralistisch ein Einheitsbeitrag  festgesetzt wurde. Das führte dazu, dass es bei den Krankenkassen keine  wirkliche Steuerung gibt, sondern diese in irgendeiner Weise mit den  Beiträgen zurechtkommen müssen. In diesem Fall hatten Sie großes Glück;  denn Konjunktur und Arbeitsmarktlage waren gut.
<div class="plenProtK">(Jens Spahn (CDU/CSU): Wir machen gute Politik!)</div>
Deshalb gibt es bei den Krankenkassen und im Gesundheitsfonds einen immensen Überschuss. 
<div class="plenProtK">(Jens Spahn (CDU/CSU): Das ist Ergebnis guter Politik!)</div>
Dieser Überschuss aber&nbsp;- das muss man ganz klar sagen&nbsp;- gehört den Versicherten. 
<div class="plenProtK">(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD, der FDP und der LINKEN)</div>
Er gehört nicht den Krankenkassen. Die  Krankenkassen sind zu Recht keine Sparkassen; vielmehr haben sie eine  definierte Liquiditätsreserve, die aber längst überschritten ist. Darum  ist jetzt der richtige Zeitpunkt, in die Diskussion über die Abschaffung  der Praxisgebühr einzusteigen. 
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ein weiterer Punkt. Ich habe aus Ihren Reihen  nichts gehört zur inhaltlichen Auseinandersetzung um die Praxisgebühr  und die Zuzahlungen.
<div class="plenProtK">(Jens Spahn (CDU/CSU): Zuhören!)</div>
Genau darum geht es aber im Wesentlichen. Alle drei  Elemente bedeuten zusätzliche unsolidarische Belastungen, die einseitig  nur die Versicherten treffen. 
<div class="plenProtK">(Jens Spahn (CDU/CSU): Ich habe Ihnen doch gerade die Solidarität erklärt!)</div>
Das führt dazu, dass die von Ihnen genannten sozial  Benachteiligten eben keine gerechte Teilhabe an der gesundheitlichen  Versorgung erfahren. 
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hier müssen wir gegensteuern. Darum geht es uns  heute. Wir wissen, dass wir gegensteuern müssen. Es sind die 20 oder  25&nbsp;Prozent der immer wieder beschworenen sozial Benachteiligten und der  bildungsschwachen Haushalte, die gesundheitlich schlecht versorgt sind,  die, wie Studien nachgewiesen haben, wegen der Praxisgebühr und wegen  der Zuzahlungen nicht oder zu spät zum Arzt gehen. Das ist Ihnen  bekannt; man kann das in Arzneimittelreporten oder Gesundheitsreporten  nachlesen. 
<div class="plenProtK">(Klaus Ernst (DIE LINKE): Das ist denen egal, das ist denen wurscht! Das ärgert mich!)</div>
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das ist der Sachstand. Heute ist es an der Zeit, endlich gegenzusteuern. 
<div class="plenProtK">(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE  GRÜNEN, bei der SPD und der LINKEN - Jens Spahn (CDU/CSU): Wer hat sie  denn eingeführt? Wer hat sie jahrelang verteidigt?)</div>
-&nbsp;Es ist in der Tat so, dass die Grünen die  Praxisgebühr im Zusammenhang mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz  mit eingeführt haben, und zwar auf Betreiben der Union, das ist ja klar.  
<div class="plenProtK">(Jens Spahn (CDU/CSU): Da müssen wir ja eine machtvolle Opposition gewesen sein!) </div>
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Es hat immer schon große Vorbehalte gegeben, aber man ist auch ein Stück weit dem Rat der Sachverständigen gefolgt. 
<div class="plenProtK">(Jens Spahn (CDU/CSU): Man könnte meinen, wir hätten regiert!)</div>
-&nbsp;Hören Sie mir mal zu? Haben Sie keine Lust mehr,  zuzuhören? Wir führen heute eine Debatte, die Sie draußen in der  Bevölkerung ereilen wird. Sie werden also schon zuhören müssen.
<div class="plenProtK">(Jens Spahn (CDU/CSU): Ohh!)</div>
-&nbsp;Ja, genau so wird es sein.&nbsp;- Bei genauerem  Hinsehen werden Sie feststellen, dass man für die Praxisgebühr nicht  wirklich weiterhin werben kann. Man kann nicht dafür einstehen, außer es  geht um die Frage der Finanzierung. Dann müssen Sie sich aber fragen  lassen, wie insgesamt eine nachhaltige Finanzierung in der  Gesundheitspolitik aussehen soll.
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie haben mit dem Zusatzbeitrag ein Konstrukt  geschaffen, angesichts dessen Sie sich heute eigentlich entsetzt  abwenden müssten; denn Sie fürchten ja selbst die Folgen dieser  Zusatzbeiträge. Sie müssen heute dafür sorgen, dass es auf keinen Fall  zur Einführung der Zusatzbeiträge kommt. Sie müssen für eine  Liquiditätsreserve sorgen, ein Sicherheitspolster, das Sie sicher über  die nächsten Wahltermine und bis 2013 bringt. 
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Darum geht es doch. Darum kämpfen Sie, Jens  Spahn, für dieses Sicherheitspolster, weil Sie genau wissen, dass Sie  ansonsten in die Lage geraten, die Zusatzbeiträge wirklich einzuführen.  Und was wäre dann?
<div class="plenProtK">(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)</div>
Es gäbe einen bürokratischen Aufwand ohne Ende.  Schauen Sie sich die Regelungen im SGB&nbsp;V an: Sie umfassen sieben Absätze  mit zahlreichen Formulierungen und Regelungen, die in den Unternehmen  und anderswo zu großem bürokratischen Aufwand führen werden. So verhält  es sich doch. Gleichzeitig ist es eine Tatsache: Es wird zu einer  zusätzlichen Belastung ausschließlich der Versicherten kommen. Auch das  ist etwas, was Sie heute, vor den Wahlen, nicht an die Oberfläche kommen  lassen wollen. Darum geht es im Kern. Darum kämpfen Sie vonseiten der  Union.
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Klar ist natürlich auch, dass Sie darüber einen  Ehezwist haben. Ich hätte an Ihrer Stelle ebenfalls keine Lust, allein  für die Folgen einer solchen verfehlten Politik einzustehen; auch darum  geht es. Da macht sich die FDP nämlich in der Tat einen schlanken Fuß.  Sie hat sich im Februar überlegt: Ach ja, die Abschaffung der  Praxisgebühr, das wäre populär. Das ist ein schönes Signal an die  Ärzteschaft.&nbsp;-
<div class="plenProtK">(Lars Lindemann (FDP): Was hat denn das mit der Ärzteschaft zu tun?)</div>
Es ist gleichzeitig ein Signal, dass die FDP in der Lage ist, ein wärmendes, soziales Mäntelchen zu tragen. Darum geht es.
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Schauen wir uns jetzt einmal Folgendes an: Sie  haben schon heute die Möglichkeit, über den Antrag der Linken  abzustimmen. Sie haben in den nächsten Wochen die Möglichkeit, über die  in unseren verschiedenen Anträgen enthaltenen Regelungen abzustimmen.  Wir werden erleben: Nichts davon wird kommen. Aber es wird  wahrscheinlich etwas anderes kommen. Es wird zu einer Art  Eintrittsgebühr beim jeweiligen Arztbesuch kommen. Darüber haben Sie  nämlich schon Ende letzten Jahres nachgedacht.
<div class="plenProtK">(Heinz Lanfermann (FDP): Die wird nicht kommen! Sie müssen meine Presseerklärungen lesen, Frau Kollegin!)</div>
-&nbsp;Herr Lanfermann, noch Ende Dezember haben Sie  davon gesprochen, dass gegen eine kleine Selbstbeteiligung, die  unbürokratisch ausgestaltet ist, nichts einzuwenden ist. Ich glaube, das  zeigt sehr deutlich, wessen Geistes Kind sämtliche Anliegen der FDP  sind. 
<div class="plenProtK">(Christine Aschenberg-Dugnus (FDP): Das müssen Sie gerade sagen!)</div>
Ich habe jedenfalls größere Schwierigkeiten, zu glauben, dass Sie tatsächlich für Ihre Forderungen einstehen werden.
&nbsp;&nbsp;&nbsp;Vielen Dank.]]></content:encoded>
			<category>Rede</category>
			<category>Gesundheit</category>
			<category>Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 17:17:00 +0200</pubDate>
			
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